Jahreslosung 2019
Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach.
Psalm 34,15

Kirchengemeinde Rheydt unterstützt action medeor

Hilfe für die Opfer der Naturkatastrophe im südlichen Afrika

Die Ev. Kirchengemeinde Rheydt unterstützt action medeor mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro, damit das Medikamentenhilfswerk den von Zyklon Idai im südlichen Afrika getroffenen Menschen helfen kann. Am Ostersonntag wurde auf dem Friedhof symbolisch der Scheck übergeben.

Es ist eine alte Tradition in der Ev. Kirchengemeinde Rheydt, das alle auf dem Ev. Friedhof Nordstraße bei Trauer- oder Gemeindegottesdiensten eingelegten Kollekten im Fond Weltnothilfe gesammelt werden. Aus dieser Haushaltsstelle, die ausschließlich der Rettung von Menschenleben dienen soll, wurde jetzt per Beschluss des Presbyteriums vom 9. April 2019 ein Betrag in Höhe von 10.000 Euro an das Medikamentenhilfswerk action medeor überwiesen. Es ist in Tönisvorst bei Krefeld ansässig. Durch den Geschäftsführer, Herrn Bernd Pastors, hatte sich die Gemeindeleitung zuvor über die dringende Notwendigkeit weiterer finanzieller Hilfe für von der Naturkatastrophe im März betroffenen Menschen im südlichen Afrika informiert. Hier ein Bericht über die aktuelle Situation vor Ort, die in den Medien leider zunehmend weniger Beachtung findet:

„Im März 2019 traf Zyklon ‚Idai‘ auf Mosambik und hinterließ schwere Schäden und großes menschliches Leid im Südosten Afrikas. Sturm, schwere Regenfälle und eine bis zu vier Meter hohe Flutwelle richteten verheerende Schäden in Mosambik, Malawi und Simbabwe an. Der Zyklon hinterließ eine Schneise der Verwüstung: Straßen sind unterbrochen, Infrastruktur zerstört und große Teile der Ernten verloren. Bis zu drei Millionen Menschen sind von den Folgen des Zyklons betroffen, mehr als 1.000 Todesopfer wurden bisher gemeldet.

Um die Arbeit der Gesundheitseinrichtungen und medizinischen Teams im Katastrophen-gebiet zu unterstützen, liefert action medeor, das Medikamentenhilfswerk, medizinische Hilfsgüter und Medikamente sowohl aus dem Medikamentenlager in Tönisvorst, als auch aus den Niederlassungen in Malawi und Tansania. action medeor-Mitarbeiterin Mareike Illing reiste für eine Woche nach Malawi, um die Niederlassung in Lilongwe bei der Abwicklung der Nothilfe zu unterstützen und Kontakte zu nationalen und internationalen Akteuren zu knüpfen. Im Rahmen ihres Besuches reiste sie auch in den Süden Malawis, der am schwersten von den Folgen des Zyklons und der Überschwemmungen betroffen ist, um hier den weiteren Bedarf der Gesundheitseinrichtungen zu ermitteln.

Auch in den kommenden Wochen und Monaten werden die Menschen in den betroffenen Regionen in Mosambik, Malawi und Simbabwe dringend unsere Hilfe benötigen: Gesundheitseinrichtungen wurden durch den Zyklon zerstört, zudem führen der Mangel an sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung zum Ausbruch von Krankheiten wie Cholera. Sowohl bei action medeor in Tönisvorst als auch in den Niederlassungen in Tansania und Malawi werden daher weiterhin Hilfslieferungen für die Region gepackt.“

Herr Pastors erläuterte nach der Übergabe des Schecks im Auferstehungsgottesdienst am Ostersonntag um 9.00 Uhr auf dem Friedhof, dass mit dem Betrag in Höhe von 10.000 Euro ungefähr 10.000 Menschen drei Monate lang geholfen werden könne im Hinblick auf eine medizinische Basisversorgung. Er würdigte die Bereitschaft Presbyterium zur Verantwortung und dankte auch all denen, die diesen Betrag in vielen Gottesdiensten zusammengelegt haben.

Pfarrer Olaf Nöller

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