Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Ev. Friedhof Wickrathberg feiert 200jähriges Bestehen

 

Der Friedhof erzählt heute noch die Geschichte des Ortes und seiner Familien. Viele der alten Grabmäler stehen noch. Das älteste Grab lässt sich aber nur mit ein wenig Hilfe finden: es stammt von 1825. Ein in den Stein gemeißelter Schmetterling steht hier für die Hoffnung auf Auferstehung. Auf der parkähnlichen, mehr als zwei Hektar umfassenden  Anlage finden sich im Schatten alter Bäume alte Familiengräber, Grabkreuze aus dem 19. Jahrhundert und  Gräber mit Porzellan-Medaillons. Das evangelische Profil der Beisetzungsstätte wird deutlich an Bibelworten, die den Besucher bereits beim Betreten begrüßen. Der traditionsreiche Friedhof zeigt heute aber auch den kulturellen Wandel: Rasengräber, Baumgräber und viele Urnenbeisetzungen sind Zeugen einer veränderten Bestattungskultur. Auch die vielen bunten Wiesenblumen, die zwischen den Gräbern blühen, weisen auf Wandel hin. „Uns ist der Friedhof auch als Ort der Bio-Diversität wichtig“, erklärt Pfarrerin Gommel-Packbier. „Er soll naturnah gestaltet sein.“ Und er ist ein Ort des Lebens. Die Kinder der nahegelegenen Kita haben einen Hildegard-von-Bingen-Kräutergarten angelegt. Es gibt Insektenhotels, Wasserschalen für die Vögel, Plätze für Greifvögel und sogar Bienenkörbe, die einen eigenen Honig produzieren. Umher huschende Eichhörnchen sorgen selbst bei Trauerfeiern für einen Moment des Lächelns.

Der Jubiläumsgottesdienst auf dem Wickrathberger Friedhof am 22. August 2021 um 10.30 Uhr findet unter den dann gültigen Corona-Schutzmaßnahmen statt.

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