Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Osterbotschaft

Christ will unser Trost sein

„Christ will unser Trost sein.“ Über diesen Versteil denke ich in diesem Jahr schon länger nach. Was bedeutet mir der Satz im Corona-Jahr 2020, in dem so vieles alles anders ist zuvor?

Im verregneten Januar haben mir Menschen oft gesagt: „Was für ein trostloser Tag heute! Es hat von morgens bis abends nur geregnet.“ Vielleicht haben Sie den Satz auch gehört. Ein Tag ohne Licht. Ein Tag ohne Sonne, ein Tag voller Regen: trostlos?!

Heute haben wir andere Sorgen. Für manchen macht jetzt die Einsamkeit den Tag trostlos. Oder die Sorge um Angehörige. Oder die Angst vor einer Infektion, weil doch der Körper ohnehin schon geschwächt ist.

So wichtig wie das Licht der Sonne für einen schönen Tag ist, so wichtig ist der Telefonanruf für den, der einsam ist. Er lässt ihn oder sie spüren: "Da denkt jemand an mich, ich bin nicht allein." So sehr wir das Licht der Sonne brauchen, damit der Tag ein guter Tag wird, so sehr brauchen wir auch Worte der Ermutigung, Worte die gut tun.

Und Worte des Zuspruchs, die brauchen wir auch:  Jemand der mir sagt:" Dein Leben steht auch zu Corona-Zeiten in Gottes Hand."

Dein Leben, Ihr Leben steht in Gottes Hand! Heute. Und Morgen. Und immer.

Christ will unser Trost sein! Das bedeutet: Es gibt keine trostlosen Zeiten. Auch im finsteren Tal, sogar wenn es ans Lebensende geht oder wir in Trauer sind: „Christ will unser Trost sein! Jesus, ist gestorben. Er wurde begraben. Er ist von den Toten auferstanden. Das feiern wir mit dem ersten Licht am Ostermorgen. Die Schatten des Todes weichen dem österlichen Morgenlicht.

Ich bin gewiss, es gibt keine trostlosen Tage. Mit dem Ostermorgen spricht Gott uns Menschenkindern zu: "Du hast immer Grund zur Hoffnung und zur Zuversicht und zum Gottvertrauen. Du gehörst zu Jesus Christus. Sein Sieg über den Tod ist auch der Deine."

Ich wünsche auch in diesem Jahr allen: Frohe Ostern.

 

Pfarrer Dietrich Denker

Corona - Ostern 2020

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