Verlag am Birnbach - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Präventiv arbeiten, um den Notfall zu vermeiden

Schutzkonzept und Arbeitshilfe

Das Schutzkonzept und die Arbeitshilfe des Kirchenkreises wurde von einem Arbeitskreis aus erfahrenen Jugendmitarbeitern erarbeitet. „Es ist praxisnah und umsetzbar“, erklärt René Bamberg (Jugendleiter Ev. Kirchengemeinde Jüchen). „Es verhindert Beziehungsarbeit nicht, sondern bereichert sie.“ Es sei wichtig, für das Thema zu sensibilisieren und eine dauerhafte Haltung zu vermitteln, unterstreicht Detlef Bonsack, Jugendreferent des Kirchenkreises.

Die vorliegende Broschüre erläutert anschaulich und beispielhaft, wie das Umsetzen des Schutzauftrags gelingen kann. Sie unterscheidet zwischen Grenzverletzungen, die unabsichtlich im Rahmen etwa von Spielen passieren können, und sexualisierter Gewalt, bei der es sich um bewusste und gezielte Übergriffe handelt. Sie benennt Signale, strukturiert das Vorgehen im Verdachtsfall und bietet Gemeinden so eine Grundlage für die eigenen Präventionsarbeit. Die Mitglieder des Arbeitskreises stehen den Gemeinden bei den ersten Schritten der Konzepterstellung als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Gemeinden erhalten das Konzept nun zugesandt und sind im Anschluss aufgefordert, Präventionsbeauftragte zu benennen, für die entsprechende Schulungen geplant sind. Entscheidend sei es, das Thema dauerhaft in die Gemeindearbeit zu integrieren, sagt der Superintendent. „Wir brauchen eine Kultur des Vertrauens, in der Menschen sensibel und respektvoll miteinander umgehen.“ Dazu gehört es auch, Traditionen zu hinterfragen. „Es muss Kindern zum Beispiel freigestellt sein, an bestimmten Spielen, die zum Beispiel körperliche Nähe benötigen, teilzunehmen. Sie müssen nicht begründen, warum sie nicht mitmachen wollen und sie sollen auch nicht überredet werden“, sagt Angelika Erben-Neumann, Jugendleiterin in Mönchengladbach-Hardt.

Die Broschüre ist beim Jugendreferat des Kirchenkreises erhältlich und liegt auch als Download auf der Homepage des Jugendreferats vor.

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