Jahreslosung 2019
Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach.
Psalm 34,15

Reformationstag 2019

Liebe Leserinnen und Leser unseres Newsletters,
 
im Kalender steht am 31.10. wieder der Reformationstag. Der Reformationstag ist in neun vorwiegend evangelisch geprägten Bundesländern gesetzlicher Feiertag. In Nordrhein-Westfalen ist er das nicht. Hier fällt der gesetzliche Feiertag auf den 1.11.2019: „Allerheiligen“. Für uns evangelische Christen ist das Reformationsfest ein wichtiger Tag, daher möchte ich Ihnen ein paar Gedanken für den Tag mitgeben.
 
Zur Reformationszeit gehörte das Aufbrechen zu neuen Wegen, die Gottes Wort weist, unbedingt hinzu. Aufbrechen ist bis heute ein Grundmotiv des Unterwegsseins mit Gott.
 
Ich frage mich: Haben wir dieses Grundmotiv aus dem Blick verloren?
 
Wir haben verlernt aufzubrechen und Vertrautes zurückzulassen. Wir halten fest, was wir haben. Aufbrechen wollen wir wohl, aber zurücklassen wollen wir nichts. Auch unsere Kirche ist in vielerlei Hinsicht zur Institution geworden, in deren Ordnungssystem und Strukturen wir uns, wie in einem festen Haus, gut eingerichtet haben. Gerne will man noch auf Reisen gehen, wie z. B. neue Ideen für das Gemeindeleben entwickeln, aber im Grunde möchten wir am Abend wieder zurück ins vertraute Heim kommen. Wird dieses Verhalten verinnerlicht, kommt man fast ganz ohne Gottvertrauen durch den Tag. Es ist ja alles da, was zum Wohlbefinden und zur Sicherheit beiträgt. Ein Risiko muss erst gar nicht eingegangen werden.
 
Wenn ich am Reformationsfest über unsere Kirche und mein Christsein nachdenke, wird mir wichtig:
Aufbrechen geht nur, wenn ich loslassen kann. Aufbrechen geht nur, wenn ich mehr auf Gott und sein Wort vertraue. Ordnungssysteme- und Strukturen sind nur ein Hilfsmittel, mit denen ich versuche mich und andere abzusichern. Plötzlich merke ich zum Aufbruch gehört eine Menge Mut. Ich weiß, an diesem Mut, muss es mir nicht mangeln. Gottes Fürsorge trägt. Das wird reichen. Dass dem so ist, zeigen mir Menschen in Gemeinden, die Neues wagen und Altes lassen.
 
Mit Gott sind wir unterwegs. Sein Wort weist uns und seiner Kirche den Weg. Es gilt Gottes Wort zu hören, sich den neuen Weg weisen lassen und dann mutig aufzubrechen.
 
Zum Reformationstag 2019 grüßt Sie herzlich
Ihr
 
Dietrich Denker

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